Adios IBIZA – Hola MALLORCA

Drei sehr abwechslungsreiche Wochen liegen hinter uns. Anfang Juni kam Sandra wieder zu Besuch und entdeckte mit uns zusammen für eine Woche viele der schönsten Buchten Ibiza’s. Wir starteten im Norden in Portinatz und steuerten die folgenden Tage die für uns schönsten Buchten an der Westseite an. Als erstes die Cala Xarraca, wo Sandra und ich eine lange schweisstreibende Wanderung zu einer Höhle unternommen haben.

Dann Bénirras, „unsere Trommelbucht“, die durfte natürlich nicht fehlen. Sandra war von der ganzen Athmosphere hier genau so begeistert wie ich 🙂 

Am folgenden Tag erkundeten wir den Hippiemarkt und entdeckten viele tolle Kleider, Röcke, Sommerhosen. Ich fand sogar meinen langersehnten Sonnenhut. Ja, wenn geballte Frauenpower unterwegs ist, dann kann der Shopping auch mal etwas ergiebiger ausfallen 😉 Aber Guy hielt tapfer druch und stand uns mit Rat und Tat zur Seite.

Nächster Höhepunkt dieser Woche war mit Sicherheit unser Ankerplatz in Cala Escondida. Bis jetzt hatten wir selber noch nicht die Möglichkeit gehabt hier zu ankern, denn das Wetter muss absolut friedlich sein, fast kein oder kaum Wind und keine Wellen. Die ganze Woche über hatten wir leider keinen Wind zum Segeln und mussten jede Strecke unter Motor zurücklegen, aber so konnten wir diese Bucht jetzt ohne Probleme ansteuern. Wir wurden mit herrlich klarem, türkisem Wasser empfangen. Leider war der Andrang tagsüber sehr gross, viele Motorboote, die Strände überfüllt, aber am Abend wurde es ruhiger und nach dem Sonnenuntergang leerte sich die Bucht. Am Morgen durfte ich dann wieder diese ganz besondere Stimmung geniessen…

Am kommenden Tag steuerten wir die Cala d’Hort an und genossen gemeinsam die tolle Sonnenuntergangstimmung im Restaurant El Carmen. Leider sind die nicht hundefreundlich und Chico musste auf Adesso bleiben 😦

Eine Woche geht so schnell vorbei…wir entschieden uns für die zwei letzten Tage nach Cala Talamanca, die Bucht rechts neben Eivissa zu fahren und den letzten Abend gemeinsam mit Sandra durch die Altstadt von Ibiza zu stöbern. Am nächsten Tag mussten wir uns dann leider von ihr verabschieden. Aus dem Flugzeug schoss sie dieses super Foto von der Bucht Talamanca. Adesso ist als kleiner weisser Fleck zu erkennen (allerdings nur, wenn man weiss wo unsere Ankerstelle war 😉

Es war eine tolle Woche. Danke Sandra für den Besuch 🙂

Am Nachmittag erledigte ich noch ein paar Einkäufe, Wäsche waschen stand auch auf dem Programm, ein bischen Putzen usw. Es ging Schlag auf Schlag, denn am Abend hatten wir uns mit einem weiteren Bekannten aus Luxemburg in einem Restaurant verabredet, mit unserem langjährigen Versicherungsagenten unseres Vertrauens, der gemeinsam mit seiner Frau Urlaub auf Ibiza machte. Wir verbrachten einen tollen Abend beim Italiener und erzählten viel von unseren Erlebnissen. Danke für den Besuch Marco!

Am kommenden Tag nutzten wir den nördlichen Wind um in den Süden von Formentera zu segeln. Wir ankerten zuerst vor der Platja de Migjorn, an der gleichen Stelle wie im Oktober letzten Jahres. Da aber sehr unangenehmer Schwell uns vom Schlaf abhielt, fuhren wir am Morgen sofort weiter östlich zur Calò d’Es Mort. Hier gefiel es uns super gut. Das Wasser, die raue felsige Küste waren atemberaubend. Formentera wird nicht umsonst die „Perle der Balearen“ genannt! So stellen wir uns auch das Ankern auf den Bahamas vor, weisser Sandstrand, klares Wasser wo man in 6 Meter Tiefe noch jeden Stein am Boden erkennt und nicht zum Schnorchel greifen muss, um zu erkennen, dass der Anker richtig eingegraben ist…

Als der Wind auf Süd drehte, mussten wir uns leider wieder auf den Weg Richtung Norden machen. Wir hatten uns in Cala d’Hort mit Kerstin und Hans verabredet. Die Beiden hatten uns vor zwei Jahren unsere Adesso in La Rochelle übergeben. Jetzt waren sie auch hier auf Ibiza mit ihrem eigenen Katamaran „Flamingo“ unterwegs und wir freuten uns darauf die beiden wieder zu sehen. Spontan wurden wir zu einer leckeren Spagettis Bolognese eingeladen. Nicht zu vergessen die überaus vorzügliche Mousse au Chocolat mit der uns Kerstin zum Nachtisch verwöhnte 🙂

Die interessanten Gespräche gingen, begleitet von kaltem Rosé, bis spät in die Nacht. Danke KeHa für den tollen Abend und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen, dann aber auf Adesso.

Am kommenden Tag machten wir uns wieder auf den Weg in den Nordosten von Ibiza, zur Cala Xarraca. Von hier aus starteten wir am kommenden Tag Richtung Mallorca. Es war perfekter Seitenwind und Wellen von hinten gemeldet. Das wollten wir nutzen und erwarteten eine angenehme Überfahrt nach Mallorca. Gute 50 Seemeilen hatten wir vor uns. Wir waren richtig flott unterwegs, über lange Strecken mit mehr als 7 Knoten Fahrt, teilweise sogar über 8 Knoten. Aber leider sollte es keine angenehme Fahrt werden, denn die Wellen kamen leider von schräg vorne 😦 Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt! Ich war echt froh als wir nach 8 Stunden, deutlich früher als geplant, in Santa Ponça eine gute Ankerstelle fanden.

Bei unsere Einfahrt in die Bucht entdeckte Guy schon von Weitem eine luxemburgische Flagge. Ein ungewohnter Anblick, denn „de roude Léiw“ sieht man doch sehr selten. Später fuhren wir kurz Hallo, „Moien“, sagen. Der luxemburgische Segelverein hatte ein paar Segelboote gechartert und organisierte gerade einen Skippertraining hier auf Mallorca. 

Am Abend erkundeten wir die Stadt. Santa Ponça ist schon sehr touristisch, sehr viele Restaurants, Bars, Souvenirsshops, Hotels usw. Hier gab es fast an jeder Ecke Massagestudio’s…also zögerte ich nicht lange und buchte mir für kommenden Tag eine Massage. Die Vorfreude war gross, denn schon lange sehnte ich mich nach einer guten Massage.

Der nächste Tag verging schnell. Morgens erledigte ich ein paar Einkäufe, mittags genoss ich meine Massage und fürs Abendessen hatten wir uns ein indisches Restaurant rausgesucht. Wir entschieden aber nicht länger hier zu bleiben, denn die nächsten Tage würde der Wind ungünstig hier in die Bucht reinwehen und mit ihm die Wellen. Schon in der Nacht wurde es zunehmend unruhiger. Wir entschieden uns in den Norden von Mallorca zu segeln (oder besser motorsegeln), denn es war recht starker Südwind für die kommenden Tage vorausgesagt. Der Nachteil von Mallorca ist aber, dass die Insel viel grösser ist und dass man nicht mal schnell in den Norden fährt um ungünstigem Wind auszuweischen. 30 Seemeilen mussten wir zurücklegen bis in die Cala de Deià, eine sehr gute Wahl, denn die Bucht bot uns richtig guten Schutz als Böen von über 30 Knoten über uns hinwegzogen. Es gefiel uns hier sehr gut, ein tolles Bergpanorama, eine imposante Felsenküste, klares Wasser mit vielen Fischen.

Als der Wind nach zwei Tage endlich abflaute, entschieden wir uns zum alten Bergdorf DEIÀ zu spazieren. Der super schöne Spazierweg führte an uralten Olivenbäumen vorbei, überall alte Steinmauern in den Hängen…bergauf, schweisstreibend, aber toll!

Im Dorf angekommen, stiegen wir bis zur Kirche und dem Friedhof hoch und genossen den Ausblick. Im Restaurant S’Hortet ergatterten wir den letzten Tisch und stärkten uns mit einem vegetarischen Gericht. Wieder auf Adesso, genossen wir die angenehme Abkühlung im Meer.

Heute morgen haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Es war aber eine sehr kurze Etappe von 3 Seemeilen, nach Port de Sóller. Ich hatte mich auf eine sehr touristische Stadt eingestellt, aber wir waren doch sehr angenehm überrascht bei unserer Erkundungstour heute nachmittag. Klar, hier gibt es viele Restaurants, was ja auch nicht schlecht ist ;-), aber keine riesigen Hotelanlagen oder Karaoke Bar’s.

Vor allem ist dies bis jetzt der einzige Hafen, der extra einen zusätzlichen Steg angebracht hat, wo die Segler ihre Beiboote festmachen können, wenn sie an Land wollen. Super! 

Denn das vermissten wir bis jetzt, denn es ist meistens sehr schwierig das Beiboot irgendwo sicher festzumachen ohne dass es jemanden stört oder an einem Felsen zerschreddert wird oder geklaut…

Von hier aus kann man mit einem Holzzug zum Bergdorf Sóller hochfahren. Ob wir das morgen vielleicht machen oder nicht, wissen wir noch nicht. Blöd ist, dass Chico in eine Hundebox muss, bei der Hitze, wahrscheinlich nicht angenehm und, dass immer noch diese bescheuerte Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln hier in Spanien herrscht, was in meinen Augen besonders für diesen Zug ohne Fenster, wo man quasi im Freien sitz, absolut keinen Sinn macht…

Naja, mal schauen. Wird wohl eine spontane Entscheidung morgen…

Bis dann

Raymonde

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