Raymonde

Sich selbst vorstellen…gar nicht so einfach.

Dann fange ich mal mit einigen Daten an.

Ich bin 1973 in Luxemburg geboren und aufgewachsen. Nach dem Sekundarschulabschluss habe ich ein Studium von 4 Jahren in Nancy absolviert um danach hier in Luxemburg im Lehramt tätig zu werden.

2006 habe ich Guy kennengelernt.

Eigentlich hatten wir beide nicht wirklich vor einmal zu heiraten. Wir fanden das eher überflüssig denn keiner von uns beiden wollte Kinder haben. Doch dann kam uns eines Tages die Idee am Meer und am Strand vor paradiesischer Kulisse zu heiraten. Der Gedanke gefiel uns beiden so gut, dass wir kurz nach unserem Kennenlernen 2007 auf Maurizius geheiratet haben, nur wir zwei, unvergesslich 🙂

Viele schüttelten ungläubig den Kopf, doch wir hatten beide sehr schnell gemerkt, dass wir viele gemeinsame Wünsche und Ideen haben und wir uns beide ein « nicht so normales » Leben wünschten. In vielerelei Hinsicht « ticken » wir halt anders als die meisten Leute in unserem Umfeld.

Zurück zu mir…

Schon als Kind war ich immer ziemlich eigensinnig und zielstrebig. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann lies ich nicht locker bis ich es erreicht hatte. Mein Motto war damals, und auch noch manchmal heute ;-), lieber mit dem Kopf durch die Wand als einen Umweg in Kauf nehmen.

Als Kind und Jugendlicher war ich wohl nicht so einfach zu handhaben…heute wahrscheinlich auch noch nicht…

Der Sport, aber auch die Liebe zur Natur und den Tieren, hat mein Leben lang eine zentrale Rolle gespielt. Von klein auf liebte ich es mich zu bewegen und mich mit anderen zu messen. Über 10 Jahre lang war ich auf internationaler Ebene sportlich aktiv, eine sehr anstrengende und intensive Zeit, auf die ich aber nicht hätte verzichten wollen. Ich versuchte Studium und Sport bestmöglich zu kombinieren, was mir auch ganz gut gelang. Jedoch blieb für andere Hobbys nicht mehr viel Zeit.

Die bischen Zeit dir mir übrig blieb verbrachte ich grösstenteils mit meinen Haustieren und in der Natur.

Als ich 2000 die Entscheidung getroffen hatte, mit dem Hochleistungssport aufzuhören und mehr Zeit zur Verfügung hatte, habe ich mir sofort zwei langersehnte Träume erfüllt:

Erstens :  einen eigenen Hund an meiner Seite haben.

 

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SPARKY

Ich genoss es schon immer, mich mit einem Hund zu beschäftigen und gemeinsame Spaziergänge zu unternehmen. Für mich ist er wirklich der beste und treueste Freund des Menschen und hilft mir dabei vom Alltagsstress runterzukommen.

Mein erster Hund war SPARKY, ein Tibet Terrier den ich mit 3 Jahren aus dem Tierheim holte.

 

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BOUBOU

 

Etwas später kam BOUBOU, auch ein Tibet Terrier, als Welpe dazu.

 

 

 

 

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SANCHO

Nachdem beide leider verstorben waren, ist SANCHO, ein Gos d’Atura Catala, in unser Leben gekommen. SANCHO war der erste gemeinsame Hund von Guy und mir. Er war ein wunderbarer Hund, aber leider ist er mit nur 8 Jahren viel zu früh an einem chronischen Nierenversagen verstorben.

Wir hatten uns schon oft ausgemalt wie es wohl werden würde mit Sancho auf unserer Calimero, aber leider kam es nicht mehr dazu.

 

Zweitens : den Tauchschein.

Schon als Kind war ich vom Meer angezogen, ich liebte es im Meer zu schwimmen und zu schnorcheln. Jetzt konnte ich endlich diese wundervolle Unterwasserwelt kennenlernen.

Es folgten viele Tauchreisen ins rote Meer und in den indischen Ozean.

Nachdem Guy in unseren ersten gemeinsamen Ferien auf den Malediven die benötigten  Tauchscheine erlangt hatte, sind wir auch unter Wasser unzertrennliche Buddy’s. 🙂

Tauchen

Ich geniesse das sehr mit dem eigenen Partner zusammen zu tauchen, gemeinsam diese wundervollen Momente zu erleben.

Die Tauchferien wurden fester Bestandteil unserer Jahresplanung.

Das Interesse fürs Segeln entwickelte ich aber erst später, so Mitte 30.  Ich stellte mir das unheimlich toll vor, wie das wohl sein würde, nur vom Wind angetrieben, dieses Gefühl von Freiheit…Aber ich hatte irgendwie nie die richtige Gelegenheit und auch nicht den nötigen Mut um das Erlernen des Segelns in Angriff zu nehmen.

Nachdem Guy schon den Bootsschein in der Tasche hatte und wir die ersten gemeinsamen Ferien auf einem Motorboot verbracht hatten, habe ich dann aber den Entschluss gefasst, gemeinsam mit ihm zusammen, den Hochseeschein für Motor- und Segelboote in Angriff zu nehmen.

Seitdem waren nicht nur die Tauchferien, sondern auch die Segelferien fester Bestandteil unserer Jahresplanung.

Doch ich denke, da geht es mir wie vielen anderen…die Ferien sind immer zu schnell vorbei und der Alltag hat einen wieder fest im Griff.

Dieses Gefühl in unserer Gesellschaft hauptsächlich funktionieren zu müssen, sich den gesellschaftlichen Pflichten und Zwängen nicht entziehen zu können, nicht genügend Zeit zu haben für die Sachen die man eigentlich machen will, die einen glücklich machen…das Leben zu leben was man will…diese Gedanken wurden mit den Jahren bei mir immer stärker (und ich weiss, auch bei Guy)

Das Leben auf dem Wasser, nur wir beide, frei von Zwängen, das ist genau das was ich möchte. Natürlich weiss ich dass das Leben kein Wunschkonzert ist, aber ich bin der Überzeugung, dass man seine Träume nicht nur träumen soll, sondern versuchen soll, sie in die Realität umzusetzen. Nach dem Motto : « Man lebt nur einmal ».

Ich vergleiche das Leben öfters mit einem Buch mit vielen Kapiteln. Ich habe schon viele Kapitel hinter mir, hoffentlich noch ein paar vor mir. Ich weiss, dass ich, genau wie Guy, mir als nächstes Kapitel ein anderes Leben wünsche, ein Leben auf dem Wasser, genauer mit einem Katamaran die Welt besegeln und viele neue Orte und Menschen kennenlernen.

Da ich aber nicht diejenige bin, die Hals über Kopf alles zurücklässt und nur von der Hoffnung lebt dass alles Gut wird, will ich, genau wie Guy, das Ganze bestmöglich planen, Erfahrungen sammeln und Schritt für Schritt angehen.

Einen ersten Schritt haben wir jetzt mit dem Kauf der Bavaria gemacht. Auf unserem « Schulschiff », wie Guy unsere Bavaria auch « liebevoll » nennt, habe ich fest vor an meinen Hafenmanöverfähigkeiten zu arbeiten. Ich will sicherer werden um Guy dann auch wirklich eine richtige Unterstützung zu sein.

Ich freue mich auf die nächsten paar Jahre auf unserer Calimero und hoffe dass wir 2023 die Leinen loswerfen und auf unserem eigenen Katamaran die gemeinsame Reise auf unbestimmte Zeit antreten werden…
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Raymonde