COVID-19 hat das Ruder an sich gerissen

Alles bis ins letzte Detail geplant…doch jetzt hat COVID 19 die Regie übernommen…

Über 2 Jahre haben wir seit der Bestellung auf unsere LUCIA 40 von Fountaine Pajot gewartet und im Ferbuar 2020 war es dann endlich soweit. Wir waren beruflich darauf angewiesen, dass die Übernahme unserer ADESSO in den Karnevalferien stattfinden würde. Als die vielen Streiks im Frankreich stattfanden und Fountaine Pajot zunehmend Probleme mit den Zulieferern hatte, bekamen wir erste Zweifel ob wir an unserem Plan festhalten könnten. (Da hatten wir ja noch keine Ahnung, welche Probleme wirklich noch kommen würden…)

Geplant hatten wir, unseren Katamaran in den Karnevalferien zu übernehmen (das hat geklappt, siehe FOTO)

Guy an ech dobaussen

und die folgenden Wochen noch ein paar Umbauten vor Ort durchführen zu lassen (Solarmodule aufs Dach montieren, Lithiumbatterien einbauen, Strommanagement optimieren…). Danach war alles so geplant, dass wir Ende März, soweit das Wetter mitspielt, den Hafen an der französischen Atlantikküste mit Kurs Richtung Niederlande verlassen würden. 3 Wochen hatten wir grosszügig eingeplant um die Strecke zu bewältigen. Die Ankunft in den Niederlanden war so für Mitte April vorgesehen.

Soweit der Plan von glücklichen neuen Eigner !

Doch…es sollte anders kommen.

Von Verwandten haben wir erste Nachrichten erhalten, dass in unserem Land bereits Hamsterkäufe stattfinden würden und ein Ausgangsverbot von der Regierung verhängt wurde (als eines der ersten europäischen Länder). Wir konnen das eigentlich kaum nachvollziehen, da in der Gegend rund um die Biskaya alles komplett normal seinen Weg ging. Auch die ansässigen Betriebe vermachten nicht den Eindruck, dass irgendetwas im Busch wäre.

Am 14.03 verkündete dann der französische Präsident Macron, dass alle Restaurants, Bars usw. geschlossen würden, dass die Leute das Haus nicht verlassen dürften (mit ein paar Ausnahmen), dass der öffentliche Transport eingeschränkt würde und dass alle Betriebe und Geschäfte, die nicht lebensnotwendig seien, ihre Tätigkeit einstellen müssten.

Somit war klar, dass unsere Umbauten jetzt nicht mehr abgeschlossen werden könnten. Da wir beide nicht das Risiko eingehen wollten, für mehrere Wochen (Monate ?) im Hafen auf dem Boot festzusitzen und nicht mehr über die Grenze zu kommen, entschlossen wir uns schweren Herzens unsere Adesso auf unbestimmte Zeit in Frankreich zurück zu lassen und die Rückreise nach Luxemburg anzugehen. Das war in unseren Augen auch die einzige Alternative die wir hatten solange die Grenze noch offen war.

Seit einer Woche sind wir nun wieder zu Hause. Die ersten Tage war unsere Stimmung sehr gereitzt, weil wir uns sehr schwer taten uns damit abzufinden, dass wir einen Grossteil unserer Pläne für dieses Jahr über Bord werfen müssen. Die Ungewissheit, wann wir wieder ein halbwegs normales Leben führen dürfen und wieder auf unsere Adesso zurück können, tut sein Übriges.

Aber, es bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen, dass all die Massnahmen, welche getroffen wurden, schnellstmöglich ihre Früchte tragen !

Doch, wir sind uns voll bewusst, dass Covid-19 nicht nur unsere Pläne durchkreuzt hat…wir können uns wahrscheinlich noch glücklich schätzen, denn viele Leute sind mit Sicherheit in einer viel heikleren Lage !

Im Moment schmieden wir vorsichtig neue Pläne und hoffen, dass wir zum Sommeranfang die Überfahrt in die Niederlande hinbekommen, und das Ganze dann mit unserem geplanten 6 Wochen Sommertörn kombinieren können…

Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass wir alle gesund und munter bleiben.

Adesso 16.36.58

Die Adesso’s Raymonde & Guy

 

 

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