A Coruna – Baiona

Jetzt sind es schon fast zwei Wochen her dass wir in A Coruna gestartet sind. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Wir waren inzwischen in so vielen verschiedenen Ankerbuchten und haben immer wieder neue Orte besucht, so dass ich Guy’s Logbuch zur Hilfe nehmen musste, um keine Etappe zu vergessen.

Unser erster Törn führte uns zu den Sisarga Inseln, zwei kleine unbewohnte (zumindest von Menschen unbewohnt, denn hier leben hunderte Möwen) und naturbelassene Inseln. Hier fiel unser Anker vor der Sisarga Grande auf einem kleinen Sandfleck. Auf maps.me hatte ich einen kleinen Wanderweg bis hoch zum Leuchtturm entdeckt. Leider mussten wir feststellen, dass der Weg total zugewuchert und nur noch zu erahnen war. So musste ich Chico immer wieder tragen, da er nicht durch das dicke Gestrüpp durchkam. Aber die Aussicht war wirklich grandios und die Mühe wert.

Am nächsten Tag wurden wir morgens früh durch das viele Möwengeschnattere wach und machten uns auf den Weg Richtung Corme, ein uriges Fischerdorf mit einer kleinen Ankerbucht die uns gut vor den vorherrschenden nördlichen Winden schützen sollte. In der Enseado de Corme verweilten wir dann auch zwei Tage lang, probierten unsere erste Tortilla espagnol und erkundeten den Küstenweg. Eine tolle Landschaft…

Am Mittwoch ging es dann weiter Richtung Süden in den nächsten Ria und unser Anker fiel vor Camariñas. Wir verbrachten hier eine ruhige Nacht, aber am kommenden Tag zog es uns weiter Richtung Süden, denn wir wollten endlich um den besagten Cap Fisterra herum. Der Fisterra mit seinem bekannten Leuchtturm, anscheindend laut Törnführer, der meist besuchte Leuchtturm Spaniens, weil viele Pligerer die nach Santiago di Compostella wandern, dann auch hierhin kommen.

Es ist der westlichste Ort Spaniens und ab hier sollen die Winde im Allgemeinen konstanter und weniger geprägt von den Tiefs der nördlichen Regionen sein. Es war ein toller Segeltag, relativ konstanter Seiten-, Rückenwind von 10-12 Knoten, Wellen hauptsächlich von hinten, perfekt…so könnte es immer sein!

In der Enseado de Sardineiro fiel unser Anker vor der Praia de San Francisco. Hier entdeckte ich beim Pippispaziergang mit Chico ein kleines Restaurant in dem ich uns für abends einen Tisch reservierte. Hier servierte man uns den besten Fisch den ich bis jetzt gegessen habe. Super einfach vorbereitet in etwas Olivenöl, herrlich gewürzt mit frischen Kräutern, mit frischem Gemüse und Pellkartoffelen…einfach nur lecker…und das zu einem Preis den in Luxemburg allein die Vorspeisen gekostet hätten.

Hier hätte ich auch noch ein paar Tage länger verweilen können, aber da die Windvorhersagen stärkeren Wind aus westlicher Richtung vorraussagten, entschieden wir am nächsten Tag einen Ria weiter nach Caramiñal zu segeln. Heute war auch mein Geburtstag. Da wir bis in den späten Nachmittag unterwegs waren, musste das gemeinsame Anstossen auf den späten Nachmittag verschoben werden. 

Die spanischen atlantik Bubbels waren etwas süsser im Geschmack als unser Sekt, aber die Flasche war dann doch relativ zügig leer 😉 Den Abend liessen wir in einem gemütlichen Restaurant bei einem Thunfisch a la Plancha ausklingen. 

Am Montag ging es dann weiter Richtung Süden, in den letzten der spanischen Ria’s vor der portugiesischen Grenze, in den Ria de Vigo. Hier ankerten wir vor dem wunderschönen Strand Praia de Barra in türkisem Wasser umringt von Pinienhängen. Herrlich schön. 

Teilweise glaubten wir schon in der Karibik angekommen zu sein, aber die Wassertemperaturen liessen keinen Zweifel daran, dass wir noch im Atlantik waren…brrr, echt kalt…vielleicht 18 Grad…

Sogar ich, als bekennende Wasserratte, muss zugeben, dass es mich doch richtig Überwindung kostet, um hier ins blaue Nass einzutauchen….aber ein paar Mal war ich natürlich trotzdem schon baden ;-)…kurz…

Wir hätten es bestimmt noch länger in dieser wunderschönen Bucht ausgehalten, aber da der Wind die kommenden Tage auf Süden drehen würde und wir so ungeschützt Wind und Wellen hier ausgesetzt wären, entschieden wir uns die andere Seite des Ria anzusteueren. Vor der Playa Santa Marta, direkt neben dem Hafen von Baiona liessen wir unseren Anker fallen. Heute ist unser dritter Tag hier in Baiona und wir sind wirklich positiv überrascht worden, wieviel diese Stadt zu bieten hat. Es gibt eine tolle Altstadt mit unzähligen Restaurants und Bars, gefühlte 100 Kirchen und Kapellen, tolle Spazierwege an der Küste entlang und eine Festungsmauer, die Fortaleza de Monterreal. Diese haben wir gestern besichtigt. Leider war es ziemlich bewölkt, aber wir hatten doch einige schöne Aussichten.

Wir ergriffen auch die Gelegenheit hier im Hafen den Nachbau der Carabela Pinta zu besichtigen. Ein 21m langes und 7m breites Holzschiff mit dem Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 in Lissabon mit 26 Mann gestartet ist um Amerika zu entdecken. Berichten zu Folge soll er das erste Mal im Nordosten von den Bahamas, in Guanahani, an Land gegangen sein. Bei seiner Rückkehr nach Europa ist ein Teil seiner Flotte in Lissabon angekommen, die Carabela Pinta hier in Baiona. 

Wie verrückt, abenteuerlustig, lebensmüde mussten diese Menschen damals gewesen sein um mit so einem Boot ohne jegliche Hilfsmittel eine solche Reise über den Atlantik zu wagen!?! 

Wow…unvorstellbar für mich!!!

Wir planen, wenn die Wetterprognosen sich bestätigen, morgen Richtung Porto aufzubrechen. Dies sind knappe 80 sm und somit wird es mein bis jetzt längster Törn werden. Wahrscheinlich starten wir hier morgen Nachmittag, so dass wir dann bei Tageslicht morgens in Porto ankommen. So der Plan bis jetzt…Ob es auch so kommen wird, dazu im nächsten Blog mehr…

Raymonde

4 Kommentare

  1. Villmols merci. Ganz interessant wi all keier !

    Virwaat seegelt der wärend der nuecht ? Dat ass dach bestemmt mi ermiddend an och mi gefeierlech ?

    Gefällt mir

  2. Hallo där zwee,
    Noh dréiglech all guddes vir däin Gebuersdag,Porto ass super schéin.Ech war een Mount zwechen Porto a Braga. Hunn vill gesinn.Och Lissboa.An anner Ourtschaften.Et war am August 1982.

    Gefällt mir

  3. Hallo där zwee,
    Noh dréiglech all guddes vir däin Gebuersdag,Porto ass super schéin.Ech war een Mount zwechen Porto a Braga. Hunn vill gesinn.Och Lissboa.An anner Ourtschaften.Et war am August 1982. (Romain)

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s