Wieder ein paar Etappen weiter…

Im Moment sitze ich wieder hier in Bruinisse in unserem Cockpit von Adesso und geniesse die neue wohnliche Athmosphere. Das Wetter hat in der letzten Woche ja endlich mitgespielt. Bei hochsommerlichen Temperaturen und blauem Himmel konnte nach langer Wartezeit unser Flexiteak angebracht werden. Die Arbeiten nahmen 3 Tage in Anspruch. Als erstes musste die gesamte Fläche, wo später das Flexiteak verlegt werden soll, glatt geschliffen und anschliessend entfettet werden. 

Dann erst konnte der Spezialkleber und das Flexiteak verlegt werden. Die einzelnen Teile wurden schon passgenau angeliefert. Die genauen Massen waren anhand von Schablonen im Vorfeld bestimmt worden und so konnte das Flexiteak genau auf das Cockpit von Adesso angepasst und zugeschnitten werden. 

Um einen optimalen Halt zu garantieren wurde mit einem speziellen Verfahren einen Unterdruck erzeugt. Dieses Verfahren soll laut Hersteller einen optimalen Halt garantieren. Die Vakuumpumpe musste nach jedem Arbeitstag gut 12 Stunden laufen um den Unterdruck aufrecht zu erhalten…

Sehr zum Leidwesen von Guy und unseren Stegnachbarn, denn der Schlaf litt dann doch beträchtlich unter dem Gebrumme. Guy hat mir auf jeden Fall morgens immer berichtet, dass an erholsamen Schlaf nicht zu denken war….ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Auf jeden Fall kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen! Das Flexiteak verleiht unserem Cockpit eine deutlich gemütlichere Athmosphere als das blanke weisse GFK. Ob es auch wirklich schmutzunempfindlicher ist und man nicht sofort jeden Krümmel darauf sieht, das muss sich noch zeigen…aber schöner ist es, in unseren Augen, auf jeden Fall 🙂 

Während ich diesen Blog schreibe, ist Guy dabei einen weiteren Sonnenschutz für unsere Vorderfenster zu nähen.

Als wir Adesso in Auftrag gaben, haben wir lange hin und her überlegt ob wir diesen weissen Sonnenschutz auf Adesso haben möchten oder nicht. Denn wir waren uns damals beide einig, dass wir das Boot deutlich schöner, sportlicher ohne diese weissen Stofftüchern an den Fenster fanden. Ausserdem waren die Preise von Fountaine Pajot wieder übertrieben hoch, so dass wir uns vor drei Jahren gegen diesen Sonnenschutz entschieden hatten. Inzwischen konnten wir aber schon ein paar Mal die Erfahrung machen, dass, wenn die Sonne ein paar Stunden etwas kräftiger scheint, sich das Boot recht schnell ziemlich viel aufheizt und dies obwohl wir im Moment doch eher in nördlicheren Regionen wie den Niederlanden unterwegs waren. Da wir aber jetzt bald Richtung Süden aufbrechen wollen, hat Guy den Entschluss gefasst, noch vor Abfahrt, selbst diesen Sonnenschutz zu nähen und an den Fenstern anzubringen. Oben wird der Stoff mit einer Kedderschiene befestigt und unten und an den Seiten mit Drucknöpfen die mit viel Gefühl an die Fenster geschraubt werden. Er war schon richtig fleissig, denn als ich gestern in Bruinisse ankam, hatte er schon einen Sonnenschutz am seitlichen Backbordfenser ganz fertig. 

Er hat das wieder echt gut gemacht und es scheint auch viel genauer zu passen, denn der Stoff liegt gleichmässig am Fenster an und wirft deutlich weniger Falten als auf dem Werbefoto von Fountaine Pajot ;-). Ich würde jetzt lügen, wenn ich behaupten würde, dass dieser weisse Sonnenschutz ADESSO verschönern würde…, nein, das sicher nicht, aber hier überwiegt klar der praktische Nutzen.

Wir haben auch entschieden einen Sonnenschutz hinten im Cockpit anzubringen, aber damit wird Guy jetzt nicht mehr anfangen. Dafür reicht die verbleibende Zeit nicht mehr aus und dieser werden wir voraussichtlich ohnehin erst in unserem ersten Sommer im Mittelmeer wirklich benötigen. Wir hatten aber sofort alles zusammen bestellt, so dass wir den ganze Stoff und das benötigte Befestigungsmaterial an Bord haben, wenn Guy, vielleicht während den Wintermonaten in Cartagena, Lust und Zeit hat auch diesen Sonnenschutz anzufertigen. 

Jetzt soll nur noch das erledigt werden, was uns für die kommenden Wochen und Monate als wirklich wichtig erscheint. Denn Guy sagte in letzter Zeit mehrmals und zu Recht: „ich verbinde mit diesem Boot im Moment nichts anderes als Arbeit“…ja, und das stimmt und ich hoffe, dass sich dies auch bald ändern wird! 

Ein weiterer Punkt unserer To do Liste konnte Guy heute morgen noch fertigstellen: eine zusätzliche Steckdose direkt neben der Cockpittür. Des öfteren hatten wir in der Vergangenheit festgestellt, dass es viel einfacher und unbeschwerlicher wäre, wenn wir eine Alternative zu den Steckdosen hinterm Herd in der Küche hätten. Jedes Mal, wenn wir draussen Strom benötigten, mussten wir einen Verlängerungskabel durch die ganze Küche legen. Dies ist jetzt viel unbeschwerlicher. Die ganze Vorarbeit, wie Kabelziehen usw., das hatte Guy schon alles während der Woche erledigt. Wir finden, sie sieht aus, als hätte sie schon immer dahin gehört…

Dann hat Guy auch noch dafür gesorgt, dass wir zukünftig mehr als nur die jeweiligen terrestrischen Fernsehsender zur Auswahl haben. Diese kleine Satellitenschüssel mit Saugnapf sorgt in Zukunft dafür, dass wir, wenn wir einen Liegeplatz im Hafen haben (denn an Anker, wenn sich das Boot hin-und her bewegt, funktionniert diese leider nicht) einen Satelliten anpeilen können.

So erfreute sich Guy diese Woche abends an einer grössere Anzahl an Fernsehprogrammen, nicht nur niederländische ;-), ausser an einem Abend, denn dieser Anblick konnte wohl kein Programm toppen 🙂

Raymonde

Ein Kommentar

  1. Dein Guy huet jo vill Talenter ,do as nescht wat hein net ferteg kritt,top.
    Dann geht är escht Fahrt no Kolumbien ,do as bestemmt besser Wieder.
    Schafft nach gudd ,bis geschwenn

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