YES…

JA, weil wir wieder ein paar Etappen weiter sind…

JA, weil eine sehr wichtige Entscheidung positiv ausgefallen ist…

JA, weil ADESSO aus seinem Winterschlaf erwacht ist…und noch ein bisschen mehr…

Einen knappen Monat ist jetzt seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und ich freue mich, dass wir unserem Ziel wieder ein paar Etappen näher gekommen sind. 

Ende Februar, ehrlich gesagt, viel früher als erwartet, habe ich die gute Nachricht vom luxemburgischen Schul-und Erziehungsministerium erhalten, dass meine Anfrage auf unbezahlten Urlaub gestattet wurde. Als ich den Umschlag in den Händen hielt, zögerte ich ein bisschen bevor ich ihn aufmachte…ich hoffte auf eine positive Nachricht, aber was, wenn nicht…Doch schnell verdrängte ich wieder diesen Gedanken und öffnete den Brief….UFFF…es war eine positive Nachricht und endlich konnte meine Ungewissheit, die mir doch ziemlich zusetzte, verfliegen. Ein riesiger Stein fiel mir vom Herzen, denn wäre mein Antrag nicht gestattet worden, dann hätte ich keine andere Wahl gehabt, als zu kündigen und so alle erworbenen Rechte als Beamte und als Sportlehrer abgeben müssen. Also war dies eine sehr erfreuliche Nachricht auf die Guy und ich abends mit einem, oder zwei ;-), Gläsern Sekt angestossen haben.

Der Verkauf unserer Mietwohnung an unsere derzeitigen Mieter war eine weitere wichtige Etappe die wir Anfang März endlich erfolgreich abschliessen konnten. Auch darauf haben wir natürlich angestossen. Keine Angst, zu Alkoholikern sind wir aber (noch) nicht geworden 😉

Letztes Wochenende haben wir ADESSO aus seinem Winterschlaf geweckt. Guy war schon ein paar Tage früher nach Bruinisse gefahren um alle Systeme wieder zum Leben zu erwecken: Motoren startklar machen, Wassertank füllen, Filter ersetzen, Seeventile wieder öffnen usw. Einen ganzen Tag verbrachte Guy auch damit unsere zusätzliche LED-Beleuchtung im Salon zu installieren. Er musste gefühlt, das ganze Boot demontieren um die elektrischen Kabel zu verlegen und zirkusreife Verbiegungen hinlegen um die LED-Streifen zu befestigen. Als wir an einem Sommerabend die Idee hatten, dass so eine indirekte Beleuchtung doch bestimmt ganz toll aussehen würde, hatte wohl keiner von uns beiden gedacht, dass das ganze Unterfangen so zeit- und arbeitsintensiv sein würde. Doch als Guy mir bei meiner Ankunft die LED Beleuchtung zeigte, war ich wirklich sprachlos. Das sah sooooo toll aus und im Dunkeln wird es mit Sicherheit noch mehr Effekt haben. Ich halte das im Bild fest, wenn wir wieder abends auf ADESSO übernachten…versprochen 🙂

Leider lief aber nicht alles glatt, denn bedauerlicher Weise musste Guy feststellen, dass es doch einen kleinen Frostschaden zu beklagen gibt. Vor Wintereinbruch hatte er überall sorgfältig das Wasser aus den Schläuchen und Systemen auslaufen lassen und überall wo nötig Frostschutz eingefüllt. Doch leider musste er jetzt feststellen, dass die Duscharmaturen den Winter doch nicht ohne Schaden überlebt haben. Obwohl er die Schläuche rundum abgeschraubt hatte, musste Wasser in den Armaturen stehen geblieben sein, welches sich bei Minusgraden ausgedehnt hat. Verhältnismässig ist dies natürlich ein kleiner Schaden, aber Guy musste das Ganze irgendwie provisorisch reparieren bevor er die Wasserversorgung auf ADESSO wieder starten konnte. Dies war natürlich alles andere als einfach, zumal ja im Moment in den Niederlanden noch immer kein Baumarkt wegen Corona geöffnet ist 😦 

Also irgendwie improvisieren und hoffen, dass es hält.

Ich bin erst am Samstag in die Niederlande gefahren und traf mich mit Guy vor der Werft (die niederländische Vertretung von Fountaine Pajot). Hier sollen jetzt in den kommenden 2-3 Wochen noch eine ganze Liste von Arbeiten und Ausbesserungen an ADESSO erledigt werden, welche noch unter die Gewährleistung fallen.

Am Sonntag morgen machten wir uns ziemlich früh auf den Weg, denn während den Wintermonaten öffnet die Grevelingen Schleuse immer nur für eine Stunde vormittags und dann wieder eine Stunde nachmittags. Wir mussten also zwischen 10-11 Uhr die Schleuse passieren. So machten wir uns gegen 9.30Uhr auf den Weg um eines der ersten Boote an den Schleusentoren zu sein. Es war schon aufregend nach so langer Zeit wieder mit unserem Boot unterwegs zu sein. Zwar nur mit Hilfe unserer Motoren, denn die Segel liegen noch hier in Luxemburg, aber es war toll, nach so langer Zeit wieder unterwegs zu sein. Das Wetter spielte sogar mit, es waren zwar nur 6-8 Grad, aber wenigstens kein Regen und manchmal schaffte es sogar die Sonne durch die Wolkendecke hindurch. Wir begrüssten es ausserdem, dass wir während der ganzen Fahrt Rückenwind hatten, wodurch die kalten Temperaturen durchaus erträglicher waren. Ich will mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wieviel ich gezittert hätte, wenn wir den Wind von vorne gehabt hätten….

Auch die zweite Schleuse, die Schleuse für die Berufsschifffahrt verlief perfekt. Als Guy den Schleusenmeister anfunkte, meinte der, die Ampel wäre auf grün und wir könnten sofort einfahren. Optimaler hätte es nicht sein können…YES!

In der Werft angekommen, machten wir ADESSO an „seinem“ vorläufigen Liegeplatz fest, assen noch einen kleinen Mittagssnack und verstauten danach alle restlichen persönlichen Gegenstände im Auto. Am Montag würde Guy zur Werft zurückkommen um noch einmal alles mit dem Verantwortlichen zu besprechen. 

Da alles so reibungslos geklappt hatte, waren wir viel früher zurück in Bruinisse als erwartet, so dass wir noch den Sonntag nachmittag zur freien Verfügung hatten. Während Guy es bevorzugte, sich ein bisschen von den letzten drei Tagen Schufterei auf ADESSO, im Hotel auszuruhen, machte ich noch einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang. Abends haben wir uns dann wiedermal ein leckeres Abendessen aufs Zimmer kommen lassen (denn auch in den Niederlanden sind die Restaurants noch immer wegen Corona geschlossen) und den Tag gemütlich ausklingen lassen. 

Am Montag morgen haben sich dann unsere Wege nach dem Frühstück getrennt. Guy ist noch zur Werft gefahren um alles dort abzuklären und ich habe mich auf den Heimweg nach Luxemburg gemacht. 

Inzwischen ist ADESSO nun schon eine Woche in der Werft und wir hoffen, dass die Arbeiten gut vorangeschritten sind. Leider haben wir derweil noch keine Neuigkeiten. Daher wird Guy sich demnächst nach dem Stand der Dinge erkundigen, denn wir hoffen, dass wir ADESSO zum Anfang der Osterferien wieder zurück nach Bruinisse bringen können um dann mit dem Putzen und Einräumen zu beginnen (denn im Moment ist ADESSO eher eine leere schwimmende Plastikschale ohne jeglichen Komfort).

Ja, und dann kam es in den letzten 4 Wochen noch zu einem Ereignis, das ich euch dann nicht vorenthalten will 😉

Ein alter Bekannter von früher aus dem Kampfsport, Marc Stoltz, hat mich kontaktiert ob ich nicht bereit wäre auf ein Interview vorbei zu kommen. Neben seiner Tätigkeit als Krav Maga Trainer hier in Luxemburg, arbeitet er ausserdem als Motivationscoach und betreibt das Youtube Channel „Be unstoppable TV“. Hier interviewt Marc immer wieder Menschen, die sich trauen oder getraut haben ihren Traum zu verwirklichen, einen anderen Weg einzuschlagen und ihre Komfortzone zu verlassen. Als ich ihm bei einer beruflichen Fortbildung Ende 2019 von unserem Plan erzählte, war er sofort total begeistert, so begeistert, dass er mich Anfang Februar bat ihm auch ein Interview zu geben. Ich muss schon eingestehen, dass mir etwas mulmig war und ich nicht so genau wusste, was auf mich zukommen würde. Aber da ich Marc schon seit unserer Jugend kenne, willigte ich ein. Das Ganze wurde natürlich gefilmt, aber nicht live gestreamt, sondern wurde nachträglich bearbeitet und geschnitten. Das beruhigte mich, so könnten grössere Patzer und Versprecher rausgeschnitten werden 😉

Doch die Aufregung war eigentlich unbegründet, denn alles verlief ganz locker 🙂

Ja, wer jetzt neugierig auf dieses Interview geworden ist… den Link zum Video (auf Luxemburgisch…), der heute auf Marc’s Youtube Channel online ging, findet ihr hier:

Raymonde

6 Kommentare

    1. Hallo
      Jo, hannendrun war an e puer Sall Training, waat jo awer och gudd war, dass daat endlech rem konnt stattfannen… stéiert awer net souvill fannen ech.

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