Erste Arbeit (Teil 3)

Das Auto ist gepackt, Saildrive, Werkzeug, 3 gewaschene Leinen… auf geht’s nach Kampen.

Vorweg, der Einbau hat sich viel schwieriger gestaltet als der Ausbau. War es beim Ausbau nicht so wichtig ob die Dichtung gequetscht wird oder nicht, ob der Klemmring eine Schramme bekommt oder nicht, ob der Saildriveschaft irgendwo lang gescheuert wurde oder nicht…  es war egal, weil ja sowieso alles erneuert wurde. Nun, beim Einbau hieß es aufpassen. Bloß nicht die Dichtung in Mitleidenschaft ziehen, auch die Beschichtung auf dem Ring sollt heil bleiben. Die Grundierung am Schaft war da schon zweitrangig. Als erstes wurde also wieder viel Platz geschafft und der Saildriveschaft mit Schaumstoff umwickelt. Dann die 30 kg die Leiter hochgewuchtet und rein damit in die Koje. Jetzt wird’s knifflig. Es ist schon schwer genug für einen selber einen einigermaßen bequemen Platz zu finden. Dann kommen noch 30 kg unhandliches Metall dazu, welches behutsam an seinen Platz befördert werden soll. Dies fand nach 3 Stunden fluchen ein Ende. Mit der Hilfe von Raymonde, welche die Saildrive von unten stützte, und mir so ein paar Kilogramm abnahm, war das Handling um einiges angenehmer und ermöglichte mir endliche die Welle in den Motor zu schieben. Dann die Schrauben von Hand wieder eindrehen und nachher mit dem vorgesehenen Drehmoment anziehen. Auch hier… wie bitte soll man bei den Platzverhältnissen einen Drehmomentschlüssel ansetzen? Mit ein paar Verlängerungen und Gelenkstücken gelang es mir dann trotzdem an den meisten Schrauben. Der Rest war dann nur noch ein Klacks. Alles wieder anschließen, Abdeckungen zurück und Fertig. Dann noch die Abdeckung welche das Loch zwischen Rumpf und Saildrive verschließt ankleben (natürlich zuvor den Rumpf sorgfältig von Resten befreit, angeschliffen und entfettet). Da es mir schon zu dunkel war und keine Lust mehr hatte blieb die erste Treppenstufe liegen. Die wird dann das nächste Mal an seinem Platz verschraubt und mit Silikon zum Boden hin abgedichtet.

Fotos gibt es von der Aktion leider keine, da mir nicht nach fotografieren zumute war. Alles in allem ist es eine echt sch… Arbeit. Aber schlussendlich bin ich froh es getan zu haben, und weis jetzt einiges mehr von unserem Boot. Jetzt gehe ich mal davon aus dass das Gröbste hinter uns liegt… so schlimm kann es hoffentlich nicht mehr werden.

Nun heißt es Daumen drücken, dass bei der Einwasserung im Frühjahr die Manschette dichthält und auch kein Wasser durch die Simmerringe ins Öl zieht.

Raymonde & Guy

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