Viele Seemeilen, viel Geschaukel… bref…anstrengende Wochen

In den letzten zwei Wochen haben wir vor allem viel Strecke gemacht, von Ost nach West und von Süd nach Nord und viele Seemeilen zurückgelegt. 

Als ich meinen letzten Blog verfasste, befanden wir uns noch im Süden von Milos in den Kykladen. Früh am Morgen, um halb vier, setzten wir das Grosssegel, um Richtung Peloponnes zu starten. Wir hatten noch nicht entschieden, ob wir „nur“ bis Elafonisos segeln oder sofort weiter bis zum nächsten Kap. Wir kamen flott voran und so entschieden wir uns den Wind zu nutzen um „Strecke zu machen“. Unser Ziel, die Bucht Porto Kágio an der Südostseite des „Mittelfingers“ des Peloponnes. Hier wollten wir eigentlich ankern und übernachten, aber die stand so voll mit Booten und der Ankergrund ist sehr tief und übersägt mit Felsen und Posidonia, so dass wir keinen geeigneten Platz im geschützteren Bereich fanden. Da, wo noch Platz war, kam der Schwell ungehindert hinein und Adesso schaukelte wie wild hin- und her. Nein, hier würden wir in der Nacht null Erholung finden und so entschlossen wir uns, die Bucht wieder zu verlassen. Es dämmerte schon und wir wollten auch nicht weiter nördlich Richtung Gythio segeln, denn dann müssten wir am kommenden Tag wieder die ganze Strecke zurückfahren. Guy hatte eine fjördartige Bucht weiter südlich, kurz vor dem Kap Tainaron im Visier, wo wir schon letztes Jahr ankern wollten, aber nicht mehr genug Platz war, weil schon zwei Boote dort vor Anker lagen. Wir hatten Glück, denn jetzt war die Bucht leer und wir konnten auf dem einzigen Sandfleck in der Mitte ankern. Die Bucht war gut vor dem Schwell geschützt aber leider nicht vor den Wellen, die die vielen Frachter verursachten, die sehr zahlreich um den Peloponnes und diesen Kap fuhren. Schon jetzt bemerkten wir den grossen Unterschied zu letztem Jahr. Es sind deutlich mehr Boote hier unterwegs, weil der Korinthkanal bis Ende Juni geschlossen ist. Jeder, der nach Osten will, muss  südlich um den Peloponnes. Ziemlich müde und schlapp, machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg Richtung Koroni. Am Kap Tainaton segelten wir am gleichnamigen Leuchtturm vorbei.

Es wurde eine lange, mühselige Fahrt, grösstenteils unter Maschine, weil der Wind nicht ausreichend stark war. Aber wir mussten diese seltene Gelegenheit nutzen, wo kein Wind oder nur leichter Ostwind herrschte, weil wir sonst gegen die Hauptwindrichtung aus Nordwest ankämpfen müssten. Es wurde uns ziemlich schnell bewusst, dass es deutlich einfacher war von West nach Ost zu segeln, als von Ost nach West, gegen die vorherrschenden Winde. Diese Erkenntnis hat sich in den kommenden Tagen immer wieder bestätigt… und auch im  Moment wieder. Heute morgen sind wir an Ustica vorbei gemotor-segelt und auch jetzt haben wir uns für diese Schwachwindphase entschieden um Kurs auf Sardinien zu nehmen. Denn wenn der Wind in ein paar Tagen wieder stärker wird, dann wieder genau aus Nordwest, aus der Richtung wo wir hinwollen…

Zurück nach Griechenland… die Fahrt nach Koroni zog sich dahin. Es war ein Wechsel von Vorsegel setzen, wieder einrollen, Motor an, Motor wieder aus, Segel raus, wieder rein usw. Wir waren froh, als wir endlich in Koroni angekommen waren. 

Den Abend liessen wir dann aber ganz relax in einer kleinen Taverne ausklingen, die wir noch in guter Erinnerung vom letzten Jahr hatten. Das hatten wir uns nach der anstrengenden Fahrt verdient… Aber auch hier, in der Bucht vor Koroni, mussten wir feststellen, dass deutlich mehr Boote vor Anker lagen. Inzwischen sind wir richtig froh, dass wir den Peloponnes und seine vielen kleinen idyllischen Orte, letztes Jahr besucht haben, wo nur eine handvoll Boote hier unterwegs waren. Dieses Jahr hätten wir es nicht mehr so ursprünglich und ruhig erlebt. 

Als wir vom Abendessen zurückkehrten, sahen wir schon von Weitem, dass alle Boote in der Bucht schon wieder um die Wette schaukelten. Ja, auch daran können wir uns vom letzten Jahr erinnern. Der Wind dreht hier jeden Tag von Süd auf Nord und wieder zurück, jeden Tag das gleiche Spiel, so dass man entweder am Nachmittag die Bucht wechseln muss, um ruhig vor Anker zu liegen für die Nacht oder man nimmt das Geschaukele in Kauf. Da wir heute abend ins Restaurant wollten und morgen noch einkaufen müssen, wollten wir in der Nähe der Stadt ankern. Also stand uns eine lange wakelige unruhige Nacht im Schwell bevor. 

Dementsprechend müde und genervt, starteten wir in den kommenden Tag. Beim morgendlichen Wettercheck kam Guy zu dem Entschluss, dass wir entweder noch heute Richtung Sizilien aufbrechen oder minimum noch eine weitere Woche hier in der Westecke vom Peloponnes auf ein besseres Wetterfenster warten müssten. Ich war zwiegespalten, denn eigentlich hatte ich schon „genug“ von langen Törns, wo man den ganzen Tag an Bord „gefesselt“ ist. Eigentlich hatte ich Lust auf eine ausgiebige Wanderung durch Koroni und Umgebung. Eigentlich wollte ich abends gemütlich ins Restaurant, ein bischen relaxen, uns verwöhnen lassen… Ja, aber als ich mir die Wetterprognose dann auch genauer angeschaut habe, kam ich zu dem gleichen Entschluss: besser jetzt weiterfahren, als noch mindestens eine Woche hier abwarten und dauernd auf der Flucht vor dem Geschaukele sein. Während ich noch schnell einige Einkäufe im Supermarkt erledigte, traf Guy alle nötigen Vorbereitungen an Bord. Nachdem alle Lebensmittel verstaut waren, hiess es Anker hoch und wir machten uns (schon wieder) auf den Weg… Kurs Sizilien.

Am Anfang hatten wir guten Segelwind und kamen flott voran. Als die Dämmerung einsetzte, waren nur noch die Umrisse der Berge der Südwestecke des Peloponnes erkennbar.

Um es mal vorab zu sagen, es wurde eine richtig anstrengende Überfahrt…lang, langweilig, ständige Kurswechsel um den Wind so gut wie möglich zu nutzen. Dazwischen mussten wir immer wieder stundenweise motoren, dann stellte sich wieder Wind ein, aber fast jedes Mal aus einer anderen Richtung… ein ständiges Hin-und Her…Nervenaufreibend… Anfangs hatten wir Kurs Richtung Libyen-Tunesien, dann wieder Richtung italienisches Festland… dieses ständige Zickzackfahren nervte, dieser unbeständige Wind nervte…wenigstens waren die Wellen noch „im angenehmen“ Bereich… Als wir das italienische Gewässer erreicht hatten, erlöste ich unsere griechische Flagge von „ihrem Leiden“. Oder besser das Stück Fetzen, das noch davon übrig war.

Jetzt musste die italienische Flagge den Dienst antreten… 

Nach 3 Tagen und 3 Nächten kamen wir am frühen Morgen dann endlich in der Bucht von Syracuse an. Wir waren froh und erleichtert aber echt müde und erschöpft…körperlich und geistig. Aber jetzt erstmal ein ausgiebiges Frühstück mit Blick auf die Altstadt von Ortigia…ufff…angekommen, eine grosse Etappe geschafft!

Wahrscheinlich war ich so froh angekommen zu sein, dass ich meine Müdigkeit nicht bemerkte, denn ich beschloss mich sofort dem Entsalzen von Adesso zu widmen. Ich wollte mich einfach wieder wohl an Bord fühlen und das war so nicht möglich. Alles war „spakig“ und sobald man etwas anfasste oder sich an Deck bewegte, war man schmierig. Nach einer 2stündigen Waschaktion, erstrahlte Adesso wieder in frischem Glanz. Ich war zufrieden mit meiner vollendeten Tat. Nach dem Mittagessen, war dann aber auch bei mir die „Flasche leer“ und ich genehmigte mir eine längere Siesta. Am Abend fühlten wir uns wieder etwas besser und fuhren rüber in die Altstadt zum Abendessen.

Wir blieben drei Tage hier vor Anker und genossen die entspannte Atmophere hier in Syracuse. 

Es tat einfach nur gut, nicht unterwegs zu sein. Aber wir beschränkten unsere Erkundungstouren durch die Stadt auf den späten Nachmittag, denn es war einfach zu heiss und in den schmalen Gassen gab es kaum Wind. Guy nutzte die Gelegenheit für einen kürzeren Haarschnitt und ich machte währendessen eine kleine Shoppingtour und beschenkte mich mit einem schönen Sommerkleid 🙂 

Am dritten Tag kam es zu einer freudigen Überraschung. Am späten Vormittag fuhr ein Katamaran unter luxemburgischer Flagge in die Ankerbucht und es stellte sich heraus…die Welt ist doch sehr klein…, dass wir beide Frauen uns von Früher kannten. Meine frühere Kunstprofessorin und ihr Ehemann sind auf dem Weg Richtung Griechenland und wählten diese Bucht vor Syracuse als Zwischenstopp. Spontan wurden wir am Abend noch auf einen Drink bei den Beiden an Bord eingeladen und an Gesprächsthemen mangelte es definitv nicht. Schade, dass wir am nächsten Tag nach Taormina aufgebrochen sind, denn sonst hätten wir bestimmt noch mehr Zeit miteinander verbracht. Wir wollten/mussten aber auch jetzt die Gelegenheit nutzen, dass nur sehr schwacher Wind angesagt war, denn bei stärkerem Nordwind, wird es sehr ungemütlich die Strasse von Messina Richtung Norden zu fahren. Ja, das übliche Thema…der Wind entscheidet wann und wohin… 😦

Am späten Nachmittag kamen wir in der Bucht vor Taormina an. Gerne wären wir natürlich zum Abendessen an Land gegangen, aber hier ist es mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit mit seinem eigenen Beiboot anzulegen. Der einzige Steg ist für die Touriboote und Wassertaxis reserviert, die natürlich davon profitieren, dass man hier nirgends sein eigenes Beiboot festmachen kann. Nein, teuer für ein Wassertaxi bezahlen, wenn wir über unser eigenes Beiboot verfügen, nein, das kam nicht in Frage. Also blieben wir an Bord und mussten viel Geschaukele aushalten. Die Bucht ist schon nicht besonders gut geschützt und Schwell findet auch bei schwachem Wind seinen Weg hinein. Aber das Schlimmste sind die vielen kleinen Motorboote, Touriboote und Wassertaxis die pausenlos quer durch die Bucht rasen, lautstark, mit viel Musik und Geschrei… der „italienische Wahnsinn“ halt… Also war klar, hier werden wir nicht lange verweilen. 

Noch vor Sonnenaufgang starteten wir Richtung Messina um pünktlich zur Flut dort einzutreffen und um so die optimalen Strömungsverhältnisse vorzufinden. Auch hier ist es deutlich einfacher, die Strasse von Messina von Nord nach Süd zu befahren als umgekehrt, denn die Strömung und der Wind kommt meist aus Nord, daher hatten wir nur ein kleines Zeitfenster. Strömungstechnisch ging unser Plan auf, aber obwohl oberhalb der Strasse Windstille herrschte, hatten wir im letzten Drittel bis 28 Knoten Wind auf die Nase. Auch hier war es ein längerer unangenhemer Kampf bis wir endlich an der Nordwestecke der Strasse von Messina mit dem markanten Pilone di torre faro angekommen waren.

Ja, ihr merkt schon…es ist nicht immer Freude Friede Sonnenschein…meistens enthalten meine Blogs ja immer viele schöne Fotos und interessante Berichte über unsere Entdeckungstouren, aber es gibt halt zwei Seiten der Medaille.

Unser Ziel, nach dem Bezwingen der Strasse von Messina, war die Insel Vulcano auf den liparischen Inseln. Wir hatten lange hin und her überlegt, ob wir nach „rechts“ Richtung italienisches Festland abbiegen oder weiter zu den liparischen Inseln fahren sollen. Guy war von Anfang an nicht so begeistert von der Idee zum italienischen Festland zu segeln, weil es hier nur sehr wenige Ankerbuchten gibt, wo man vor den vorherrschenden nord-west Wellen geschützt ist. Und auf weiteres tagelange Schaukeln am Ankerplatz hatten wir beide keine Lust… wir waren ja schon ein bischen „vorgeschädigt“… Ausserdem hatten wir beide nicht wirklich Lust uns mühselig an der Küste entlang Richtung Norden „hochzuarbeiten“, denn auch hier kommt der vorherrschende Wind aus Nord. 

Lange Rede kurzer Sinn, wir nahmen Kurs Richtung Vulcano und ankerten im Süden in der Bucht Cannitelli. Auch hier standen schon ziemlich viele Boote, aber wir hatten Glück, dass kurz vor unserer Ankunft ein paar Boote den Ankerplatz verliessen.

Wir blieben zwei Tage hier. Ich ging viel schnorcheln und schwimmen, denn das Wasser hier war herrlich angenehm, über 28 Grad warm. Was für ein Unterschied zu Griechenland, wo es nur 23 Grad kühl war. Der schwarze Lavasandboden gibt diesem Ankerplatz einen besonderen Flair und verstärkt wahrscheinlich auch noch die Erwärmung des Wassers.

Am Morgen schnappte ich mir meinen SUP, denn nach so langer Zeit wollte ich mir wieder mal ordentlich die Beine vertreten. Ich wanderte bis zur Nebenbucht Spiaggia di Gelso, zur Kirche Madonna della Grazie und zum Leuchtturm.

Natürlich genoss ich wieder die wunderschöne Atmosphere der Morgendämmerung und die schönen Ausblicke, was meiner Moral sehr gut tat.

Nach zwei Tagen fuhren wir weiter, am Leuchturm Gelso vorbei, und ankerten in der spektakulären Bucht Grotta del Cavallo hinter dem markanten Felsen Pietra Quaglietto.

Das Ankern hier ist nicht einfach, denn es ist tief und der Boden besteht grösstenteils aus Felsen. Wir hatten Glück, dass wir das erste Boot waren und sofort einen schwarzen Sandfleck trafen, wo der Anker hielt. Das war die Voraussetzung um ggf. auch die Nacht hier zu verbringen, wenn das Wetter weiterhin ruhig bleibt und kein Gewitter aufzieht. Ich war froh, als wir entschieden, hier zu übernachten, denn nur so, konnte man diesen Ankerplatz richtig geniessen.

Am Abend und am Morgen, bis maximal 9- 9.30h, herrscht hier Ruhe pur, dann aber gehts los mit den Tages-und Touribooten… das macht dann kein Spass mehr… Hier bei Abenddämmerung, als wieder Ruhe eingekehrt war 😉

Die Nacht war so lala, denn der Schutz hier war „überschaubar“. Wir hatten schon angenehmere, aber auch schlimmere…

Am nächsten Tag verspürten wir wieder Lust auf ein bischen Zivilisation oder anders ausgedrückt, auf einen Besuch im Restaurant. Deshalb fuhren wir, als das Chaos wieder begann, weiter in die Bucht Porto di Ponente, von wo aus man einen schönen Ausblick auf den Vulkankrater hat.

Als wir um die Ecke bogen, war klar, dass hier deutlich mehr Boote vor Anker lagen als letztes Jahr. Was 1-2 Wochen doch ausmachen können. Letztes Jahr waren wir um den 12. Juni hier, jetzt 10 Tage später… Guy fand, nach ein bischen Suchen, noch einen Platz für Adesso, aber wir mussten deutlich weiter draussen ankern und somit auch weniger „geschützt“. Fürs Abendessen blieb die Küche auf Adesso kalt, worüber ich mich sehr freute. Als wir zurück zu Adesso fuhren, genossen wir diese schöne Abenddämmerung in der Bucht.

Die Nacht war dann leider aber wieder so gar nicht nach meinem/unserem Geschmack, denn da es fast windstill war, lag Adesso quer in den Wellen und schaukelte uns die ganze Nacht durch…wieder eine sehr unangehme Nacht ohne erholsamen Schlaf.

Nach dem Frühstück beschlossen wir weiter Richtung Salina zu segeln und erhofften uns da ruhigere Bedingungen und weniger Boote. Eigentlich hätte ich auch gerne den Hauptort auf Lipari besucht, aber es gibt kaum Ankermöglichkeiten vor der Stadt und die Liegegebühren an den Stegen sind uns definitv zu hoch. Ausserdem brausen pausenlos die Fähren und Touriboote an der Küste entlang, so dass das Wasser gar keine Chance hat sich zu beruhigen, also wieder Dauergeschaukel… nein… so verzichteten wir auf einen Besuch… Schade..

Auf Salina angekommen, ankerten wir südlich des Hauptortes an der Ostseite. Theoretisch, würde man denken (und hatten wir gehofft), dass man dann hier vor Westwellen geschützt ist…praktisch sieht das aber leider anders aus, denn die Wellen finden ihren Weg um die Insel herum und sorgen für das gehasste Schaukeln am Ankerplatz 😦 Mittlerweile waren wir wirklich ziemlich frustriert und genervt. Ja, wir sind halt auf einem Boot unterwegs, ja, da muss man Schaukeln in Kauf nehmen, das Wasser bewegt sich halt… aber das dauernde Geschaukel und Geplätscher zerrt an unseren Nerven. Eigentlich hatten wir vor, sollten wir hier ruhig vor Anker liegen, 1-2 Tage auf Salina zu bleiben und vielleicht die Insel zu erkunden, aber so, nein… So beschränkten wir uns auf eine kurze Erkundungstour durchs Dorf und genehmigten uns ein Eis.

Dann bereiteten wir alles für unsere Abfahrt vor… Kurs Sardinien. 

In den Abendstunden motorsegelten wir an Filicudi vorbei und hatten einen wirklich schönen Ausblick auf die Inseln. Im Hintergrund Salina, vorne Filicudi.

Kurz vor Sonnenuntergang bekamen wir Besuch von drei Delfinen die uns lange begleitet haben… immer wieder so schön. Ich schnappte mir schnell mein Handy um ein kleines Video als Andenken zu machen. Hier ein Standfoto 😉

Sou schéin 🙂

Am Morgen war es bei Sonnenaufgang total windstill und das Wasser fast spiegelglatt… sehr angenehm, aber kein Vorankommen unter Segel möglich.

Im Moment haben wir ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft und die Bedingungen sind so ruhig, dass ich mich sogar diesem Blog widmen kann. Die Wellen sind sehr sehr niedrig, <0,2m, dafür haben wir aber auch nicht viel Wind.

Am späten Vormittag kommt dann aber endlich brauchbarer Segelwind auf und wir kommen gut mit unserem Leichtwindsegel voran. Vorher war aber leider fast ausschliesslich Motorsegeln angesagt. Und ich befürchte, dass wir noch in ein weiteres Flautengebiet hineingeraten werden, bevor dann in Küstennähe wieder etwas mehr Wind einsetzt.

Mal abwarten, im Moment nutzen wir den Wind, den wir bekommen… wir haben ja auch keine andere Wahl. Ich bevorzuge auf jeden Fall diese Bedingungen für eine Überfahrt, als > 20 Knoten Wind und >1m Wellen. Ich hoffe, dass wir morgen nachmittag oder am frühen Abend auf Sardinien ankommen und dass wir dort endlich wieder schöne ruhige Ankerbuchten vorfinden werden… mit hoffentlich (noch) nicht zu vielen Booten, denn es ist bald Anfang Juli, also Beginn der Hochsaison.

Raymonde

Schreibe einen Kommentar