Endlich Saisonstart

Nachdem wir die wichtigsten Wartungs-und Putzarbeiten auf Adesso erledigt hatten, warteten wir seid Mitte März auf die richtigen Bedingungen um Richtung Osten zu starten. Endlich tat sich ein dreitägiges Wetterfenster auf, mit konstantem West-Südwestwind. 

Aber eine wichtige Arbeit stand noch an, nämlich das Unterwasserschiff von Adesso vom ganzen Bewuchs befreien. Guy wollte mit dieser ekeligen, kalten Arbeit bis kurz vor unserem Start warten…in der Hoffnung, dass das Wasser vielleicht doch noch etwas „wärmer“ würde und damit sich vor der Abfahrt nicht schon wieder neuer Bewuchs ansiedelt. Bei 16 Grad Wassertemperatur schrubbte er jeweils ununterbrochen 1-2 Stunden. Er hatte gehofft, dass zwei Tauchgänge ausreichen würden, aber da der Steuerbordrumpf noch schlimmer bewachsen war als der auf der Backbordseite, musste er an drei Tagen ins kalte Hafenbecken 😦

Ich litt wirklich mit ihm und muss gestehen, dass ich echt froh war, als dieser letzte Punkt unserer To-Do Liste abgehakt war. Anfangs wollte ich ihm helfen, aber musste dann eingestehen, dass ich spätestens nach 10 Minuten unterkühlt „aufgegeben“ hätte. Da ist Guy definitv sehr hart im Nehmen. Mein grosser Respekt! Doch ich befürchtete, dass diese Aktion nicht spurlos an ihm vorbeigehen würde. Ein paar Tage später kränkelte er auch ein bischen, Halsschmerzen, Schnupfen, aber insgesammt hat er es sehr gut weggesteckt. 

Nachdem wir morgens noch das Überdruckventil unseres Tauchkompressors wegen einer Rückrufaktion von Bauer Kompressoren ausgetauscht bekamen, besorgte ich nach dem Mittagessen noch frische Lebensmittel und gab unsere Schlüssel im Hafenbüro ab. Als wir letztes Jahr in La Rapita wegfuhren, war ich wehmütig und sogar irgendwie traurig. Da fühlten wir uns wohl, ein bischen wie zu Hause. Aber der Abschied von Licata, der fiel mir/uns definitv nicht schwer. Wir haben uns weder im Hafen, noch in der Stadt wohlgefühlt. Das war ein Grund, warum wir dieses Jahr so früh in die Saison starten wollten, aber nicht der einzige. Wir wollten vor allem Griechenland vor dem ganzen Chartertrubel erleben. Denn als wir letztes Jahr, Ende Juni, im ionischen Meer angekommen sind, waren wir regelrecht geschockt über die Anzahl an Booten die wir hier antrafen. 

Der Abschied von Licata war also kurz und schmerzlos… Nach dem Frühstück hiess es „Leinen los“ und schon kurz nach der Hafenmauer, konnte Guy das Vorsegel setzen. Der Wind war perfekt. Bei 15-20 Knoten Wind und 1-1,5m Wellen von achtern, flogen wir regelrecht an der Südküste von Sizilien gen Osten. Das Segeln war angenehm und machte Spass. Da die Wetterprognosen weiterhin gute Bedingungen voraussagten, beschlossen wir, ohne Zwischenstopp, weiter Richtung Griechenland zu segeln. Je mehr wir uns allerdings von der Südost-Ecke Siziliens entfernten, je ruppiger und unangehmer wurden die Wellen. Sie kamen immer deutlicher von der Seite und weniger von hinten. Als dann der Wind langsam aber sicher schwächer wurde, die Wellen aber leider nicht, wurde die Fahrt immer unangenehmer. Die Nacht war dementsprechend anstrengend und schlaflos 😦 Der nächste Wetterupdate verhiess nichts Gutes. Dies hier war wohl die Ruhe vor dem Sturm, denn in 12-24 Stunden sind über 30 Knoten Wind im ionischen Merr zwischen Italien und Griechenland angesagt und Wellen zwischen 2,5-3,5 Meter. So entschlossen wir uns dazu, die direkte Überfahrt nach Griechenland abzubrechen und einen Zwischenstopp einzulegen. Am späten Nachmittag ankerten wir dann in der Bucht vor der kleinen Ortschaft Africo.

Am nächsten Morgen segelten wir, zeitweise mit einem zusätzlichen kleinen Crewmitglied, weiter an der Küste entlang Richtung Norden und bogen dann in die grosse Bucht vor Crotone hinein und ankerten ganz hinten unweit des Städtchens Soverato. Hier wetterten wir zwei Tage Starkwind und Regen ab. Es war unangenehm kalt und Guy meinte mehrmals: „es ist einfach noch zu früh“. Am dritten Tag hatten sich die Wellen „draussen“ ein bischen beruhigt, „nur“ noch 1-1,5m, aber von der Seite :-(, und gemässigter Wind bis max 20 Knoten. Also Anker auf und los, denn dies war die letzte Gelegenheit bevor eine Schlechtwetterfront mit Starkwind aus Ost eintreffen soll. Die Überfahrt war, wie so oft, nicht wirklich angenehm. Am Anfang, bis zum Cap, hatten wir Wind auf die Nase, also mussten wir gegenan motoren. Dann hatten wir nicht genügend Wind, also weiter motoren und dann nach einer gefühlten Ewigkeit, stellte sich endlich Wind ein, aber, wie so oft, wieder stärker als vorausgesagt… und mit ihm, höhere Wellen… Dementsprechend ruppig, unangenehm und schlaflos wurde dann auch die Nacht 😦

Als wir bei Sonnenaufgang ganz weit weg die ersten Umrisse von Griechenland sahen, war die Freude gross. Die Berggipfel waren noch mit Schnee bedeckt. Ein besonderer Anblick.

Unser erstes Ziel war die vorgelagerte Insel Paxos und unsere auserwählte Ankerbucht, die bekannte Bucht Lakka.

Schon letztes Jahr war Lakka die erste Bucht die wir ansteuerten. Doch als wir uns damals näherten, bekamen wir einen Schock. Gefühlt 100 Boote standen hier, sehr dicht nebeneinander, total überfüllt… Foto von 2025:

Guy fuhr damals zwar kurz rein um dann aber schnell wieder abzudrehen.

Jetzt, als wir ankamen, herrschte hier Idylle pur: kein Boot! Wow…, ja…darum lohnt es sich früh in die Saison zu starten. 

Wir waren den ganzen Tag über das einzige Boot, bevor sich am späten Nachmittag noch weitere 3 zu uns gesellten, um hier die Nacht zu verbringen. Obwohl wir wirklich geschlaucht von der Überfahrt waren, liessen wir das Beiboot zu Wasser um uns hier in Lakka ein bischen umzusehen. Die Restaurants, Bars und Shops waren noch alle geschlossen, aber die Lebensmittelgeschäfte und die zwei Bäcker waren geöffnet. Überall waren die Leute am Renovieren und Putzen, alles vorbereiten für den Saisonstart. Wenn das Wetter passt, dann würde ich gerne in ein paar Wochen noch einmal hierher zurückkommen. Am kommenden Tag nutzen wir den noch moderaten Südwestwind um weiter Richtung Norden zu segeln, denn unser erstes Saisonziel war Korfu. Doch zuerst mussten wir noch eine Schlechtwetterfront mit viel Regen und starkem Wind aus Ost abwettern. Wir „versteckten“ uns in einer kleinen Bucht am griechischen Festland. Die Ormos Lygia Iggy Creek Bucht war fast wie ein 6er im Lotto. Während „draussen“ aufgewühlte See herrschte und Windböen über 30 Knoten, fühlten wir uns wie auf einem Binnensee. Das Wasser war spiegelglatt und nur sehr selten frischte der Wind bis auf 10 Knoten auf. Zusammen mit zwei weiteren Booten, wetterten wir hier das schlechte Wetter ab. Doch immer wieder gab es auch eine  kleine Regenpause um kurz raus an die frische Luft zu gehen. So entstand auch dieses, wie ich finde, sehr schöne Foto… fast wie ein Gemälde 🙂

Wir vertrieben uns die Zeit mit Youtubefilmen, holten Schlaf nach, erledigten kleine Arbeiten an Bord. Aber es war ziemlich kalt und unangenehm, vor allem abends. Es macht einen Riesenunterschied ob die Sonne tagsüber das Boot aufheizt oder nicht. Bei bedecktem Himmel ist der Ertrag an Sonnenenergie natürlich auch sehr überschaubar, so dass wir ein bischen auf unseren Energieverbrauch achten mussten. Aber da Guy Adesso ausreichend viel Batterienkapazität verpasst hat, konnten wir unsere Klimaanlage zum Heizen nutzen. Das machte das Ganze deutlich angenehmer, denn, es war noch (zu) früh, wie Guy immer wieder betonte, wenn er sich unter der Decke verkroch.

Am dritten Tag verzogen sich dann allmählich die dicken grauen Wolken und so entschieden wir den letzten Tag Ostwind zu nutzen um die 15 Seemeilen nach Korfu zu segeln. Unser erster Ankerplatz, nördlich von Korfustadt war alles andere als schön, aber rationnel die beste Wahl. Hier fanden wir ausreichend Schutz vor den südlichen Wellen und Einkaufen im nahegelegenen Lidl gestaltete sich relativ einfach. Nach zwei Tagen hatte der Wind dann endlich auf Nord gedreht, so dass wir in die Ankerbucht unterhalb der alten Festung von Korfu wechseln konnten. Hier ein paar Fotos die ich beim Vorbeifahren geschossen habe.

Dann stand endlich unsere erste Erkundungstour durch die Altstadt von Korfu an. Wir spazierten an der Virgin Mary Mandrakina Kirche vorbei, durch den öffentlichen Park, der mir wirklich sehr gut gefiel, vorbei am Museum für asiatische Kunst, dem anaktoron Square mit der Sir Frederik Statue bis zur Liston Avenue. Von hier oben hatten wir auch eine schöne Aussicht auf den Faliraki Square, ein sehr beliebter Ort zum Verweilen mit den vielen Bars, Restaurants und Blick aufs Meer.

Anschliessend schlenderten wir, einfach der Nase nach, durch die vielen verwinkelten Gassen. Immer wieder kamen wir an kleineren Plätzen mit Skulpturen vorbei. Hier der Kipriakou Agona Platz.

Als wir uns am Fusse der neuen Festung befanden, entschlossen wir uns diese zu besichtigen. In der Altstadt von Korfu gibt es zwei venezianische Festungen, eine Neue, erbaut zwischen 1576-1645 und die alte Festung, die zuerst von Byzantinern begonnen und dann im 16. Jahrhundert von den Venezianern modifiziert wurde. Von der neuen Festung aus, hatten wir einen schönen Ausblick auf die umliegende Altstadt. 

Wie man am blauen Himmel erkennt, war die Sonne zurückgekehrt. Wir hatten herrlich frühlingshaftes Wetter, ein Genuss nach den vergangenen grauen regenreichen Tagen. In einer kleinen Taverne, abseits des Trubels, genehmigten wir uns eine kleine Stärkung. Dann machten wir uns auf den Weg Richtung alte Festung, denn auch die, wollten wir uns anschauen. 

Am höchsten Punkt thront der Leuchtturm.

Von hier aus hatten wir natürlich eine atemberaubende 360Grad Aussicht auf unsere Ankerbucht, die Stadt und die Küste. Richtig schön.

Unterhalb des Leuchtturm befindet sich der Clock Tower und die Saint George Kirche.

Das Gelände ist sehr weitläufig. Wir folgten dem Weg bis runter zum kleinen Hafen der direkt an der alten Festungsmauer liegt. Und dann war es Zeit für ein Eis 😉 Also wieder zurück in die Altstadt…

Den Abend liessen wir gemütlich auf Adesso ausklingen, mit einer wunderschönen Sicht auf die beleuchtete alte Festung.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück erneut auf den Weg Richtung Altstadt, denn heute feiert man hier den Palmsonntag. Er markiert den Beginn der intensiven orthodoxen Osterfeierlichkeiten hier auf Korfu. Um 11 Uhr fand eine grosse Prozession zu Ehren des Heiligen Spyridon statt, die an die Rettung vor der Pest 1629 erinnert. Alle 18 Philharmoniker-Orchester der Insel begleiten die Reliquie durch die Altstadt. Hier ein paar Eindrücke:

Viele Häuser waren mit roten Teppischen geschmückt. Diese Tradition stammt aus der Antike, um Ehrengästen einen besonderen Empfang zu bereiten. In der Kirche ist Rot ausserdem die Farbe für den Palmsonntag, die den feierlichen Charakter, aber auch das Blut und den Heiligen Geist symbolisiert. 

Wir zweifelten lange ob an diesem WE das traditionelle Botideswerfen stattfindet oder aber erst am kommenden WE. Denn wir waren ziemlich verwirrt, was denn jetzt genau hier gefeiert wird. Von unseren Freunden und Familie aus Luxemburg, Deutschland usw. wurde uns „Frohe Ostern“ gewünscht, aber hier wurde an diesem WE noch kein Osterfest gefeiert. Nach einigen Recherchen fand ich dann schlussendlich heraus, dass das griechisch-orthodoxe Ostern oft auf ein anderes Datum fällt als das westliche Osterfest, da es nach dem julianischen Kalender und einer speziellen Regel berechnet wird, die besagt, dass das orthodoxe Ostern zwingend nach dem jüdischen Pessachfest liegen muss.

Also mussten wir uns noch eine Woche gedulden bevor wir der berühmten Ostertradition, dem Werfen von Tonkrügen beiwohnen können. Bei diesem „Botides“-Brauch werden grosse, mit Wasser gefüllte Krüge aus Fenstern und von Balkonen auf die Strassen geworfen, um böse Geister zu vertreiben, den Frühling zu begrüssen und das neue Leben zu feiern.

So beschlossen wir die nächsten Tage vom ruhigen Wetter zu profitieren um die Ostseite weiter oberhalb von Korfu zu erkunden. Unsere erstes Ziel war die Kalamibucht.

Das italienische Segelboot das hier schon vor Anker lag, verliess die Bucht kurz nach unserer Ankunft, so dass wir wieder ganz alleine waren. Mit dem SUP startete ich eine kleine Erkundungstour durch die Bucht und spazierte eine Runde durchs Dorf. Hier war wirklich noch alles geschlossen, aber in der Hauptsaison, ist hier mit Sicherheit so Einiges los. Am Morgen wurden wir dann leider ziemlich unsanft mit Baustellenlärm geweckt: Bagger, Flex, Hochdruckreiniger… Das ist definitiv ein grosser Nachteil der Vorsaison. Es gibt viel Platz und keine Musikbelästigung, dafür aber Baustellenlärm… hmmm 

So entschieden wir uns nach dem Frühstück in eine andere Bucht zu wechseln, in der Hoffnung, dass es hier ruhiger ist. Als wir in der Bucht von Agios Stefanos ankamen, wurde schnell klar, dass sie auch hier am Bauen, Renovieren und Restaurieren sind. Doch wir beschlossen trotzdem hier zu ankern um uns ein bischen umzuschauen. Ich hatte nämlich auf Maps.Me gesehen, dass hier ein Küstenweg startet und nach einem kleinen Spaziergang durch die Natur sehnte ich mich schon länger. Guy hatte zwar nicht viel Lust, wollte sich dann aber ein bischen die Beine vertreten und dem Baulärm entfliehen. Ich genoss den kurzen Ausflug durch die Natur.

Hier vom Küstenweg aus, hatten wir eine schöne Aussicht auf den Küstenort Saranda und die Berge von Albanien.

Nach dem Mittagessen entschieden wir uns dann aber wieder aufzubrechen, denn wir wollten uns diesen Baulärm nicht länger antun…Schade, denn sonst wären wir bestimmt viel länger hier vor Anker gelegen.

Wir entschlossen uns mit dem üblichen Nachmittags-NW-Wind wieder nach Süden zu segeln und ankerten unweit von der Gouvia-Marina in der Bucht von Ormos Kommeno. Hier verweilten wir ganze drei Tage und nutzten die Gelegenheit im Hafen und in der angrenzenden Ortschaft abends lecker essen zu gehen und den Vorrat an frischen Lebensmittel aufzustocken. Während Guy die Zeit hier vor Anker nutzte um noch ein 3D-Druckprojekt fertigzustellen, drehte ich eine kleine Runde mit dem SUP zur Ypapanti Kirche, die sich auf einer kleinen vorgelagerten Insel in der Bucht nebenan befindet und widmete mich anschliessend dem Blogschreiben… schliesslich gibt es ja schon wieder viel zu berichten… 😉

Nachdem der stärkere NW-Wind sich beruhigt hatte, sind wir am Freitag morgen nach dem Frühstück wieder in die Ankerbucht südlich der alten Festung gewechselt. Von hier aus ist der Zugang zur Altstadt am Einfachsten.

Am Nachmittag erkundete ich den südlichen Teil der Bucht und schlenderte durch den Parc Mon Repos.

Im Vergleich zu dem Trubel in der Stadt, herrschte hier eine sehr angenehme Ruhe. Nur vereinzelt begegneten mir andere Ruhesuchende. Auf dem Rückweg kam ich am Kloster Saint Ephimia und an der Holy Church of the Holy Apostles Jason and Sosipater vorbei.

An der Promenade befand sich gefühlt alle 100m ein Verkaufsstand an dem man rote Tontöpfe jeder Grösse kaufen konnte.

Am Samstag morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Altstadt. Dass wir hier auf eine riesige Menschenmasse treffen würden, war uns schon klar. Schon ab 8 Uhr kam ein Bus nach dem anderen. Während dem Frühstück schauten wir zu, wie ganze Prozessionen an Leuten Richtung Altstadt spazierten. Um 10 Uhr war eine riesige Anzahl an Bussen entlang der ganzen Bucht geparkt. Uns grauste es, doch wir haben ja extra hier auf Korfu „gewartet“ um einmal diesem Botides-Brauch beizuwohnen. Also machten mir uns mit dem Beiboot auf den Weg Richtung Naokhafen, wo wir dieses sicher zurücklassen konnten. Wir „Bootsmenschen“ hatten es wahrscheinlich am Einfachsten an diesem Tag in die Stadt zu gelangen, denn die Polizei hatte die Strassen grossräumig gesperrt und freie Parkplätze gab es seit Tagen ohnehin keine mehr. Also mussten die meisten Besucher lange Strecken mit dem Bus oder zu Fuss in Kauf nehmen. Oben am Spianadaplatz angekommen waren wir echt geschockt…eine gigantische Menschenmasse!!! Leute, die in einer asiatischen Megametropole leben, hätten diesen Trubel vielleicht als „normaler“ empfunden, aber für uns, wow, der reinste Wahnsinn! 

Hier ein Foto welches ich auf der Internetseite korfu-exklusiv.de gefunden habe, das wirklich der Realität entspricht!

Wir versuchten uns näher an die Listonstrasse heranzukämpfen, aber irgendwann war es uns einfach zu viel, zu eng, zu wenig Platz…nein…“schnell“ wieder zurück…weiter weg (aber nein, schnell, im wahrsten Sinne des Wortes, ging hier nichts). Schlussendlich fanden wir einen Platz weiter entfernt auf einer grossen Rasenfläche, wo etwas weniger Gedränge war. Um Punkt 11 Uhr, fielen die ersten Tonkrüge.

Ich hatte mir ehrlich mehr erwartet… Ich dachte, das Ganze wäre vielleicht inszenierter, organisierter, mit Musikgruppen begleitet… Aber nein, während 5-10 Minuten warfen die Menschen die Botides hinunter und das wars. Hmm… doch etwas enttäuschend für uns… Danach sammelten viele Zuschauer noch einige zerbrochene Tonstücke, denn Scherben sollen ja Glück bringen.

Wir verzichteten darauf noch einmal durch die Altstadt zu schlendern, denn es war uns einfach zu voll. Zurück auf Adesso atmeten wir erstmal tief durch. Guy und ich, wir waren uns aber einig, dass wir das Ganze jetzt einmal gesehen haben, aber in Zukunft nicht noch einmal brauchen. Nach dem Mittagessen beschlossen wir in eine Bucht weiter südlich zu segeln, denn uns war bewusst, dass es bei dieser riesigen partyfreudigen Menschenmenge hier sicher keine erholsame Nacht werden würde. 

Wie lange wir noch auf Korfu bleiben und wann es wieder Richtung Süden geht und wohin… im nächsten Blog 😉

Raymonde

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